Noch am 24. Januar 2014 haben wir 22 Beamte und Angestellte aus der Finanzbehörde Lübeck durch das Revier  geführt. Am 24. Februar besucht eine Gruppe Schüler im Rahmen einer Projektwoche das Lehrrevier Moorgarten. Damit endete für das Jagdjahr 2013/14 die Öffentlichkeitsarbeit. Neben einem langjährigen Lehrpädagogischen Konzept zu unserer heimischen Flora und Fauna, dass in Details immer wieder angepasst oder variiert wird, haben sich viele Kinder, Studenten und Erwachsenengruppen angemeldet. Ein sich anschließendes gemütliches Beisammensein schafft viel Abwechslung und lässt die Zeit schnell vergehen. Unter strenger Aufsicht des Jungjägers Onno Ritter bieten wir als „Highlight“, insbesondere bei Betriebsausflügen, dass sich Messen im Bogenschießen an. Onno Ritter ist darin seit vielen Jahren kundig und stellt seine professionelle Ausrüstung hierfür zur Verfügung.

 

Für die Ferienpassaktion hatten wir uns etwas Besonderes ausgedacht. Im Rahmen eines zweitägigen Seminars konnten Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren einen „Naturschein“ erwerben. Dazu war reichlich Stoff aus drei Fächern zu vermitteln und von den Kindern zu erlernen. 1. „Unsere heimische Tierwelt“, ein theoretischer Block mit Anschauungsmaterial. 2.  „Flora und Fauna, was wächst im Wald“ und  3. Zeichen der Tiere im Wald, jeweils als Praxisblock. Am Ende des 2. Tages legten die Kinder eine mündliche Prüfung ab. Die begeisterten Eltern schauten dabei zu. Alle Kinder haben bestanden und wir überreichten ihnen eine Urkunde und ein „Mogli – Anhänger“ aus echtem Gehörn. Ich Danke ganz besonders Ursula Loseris , Jürgen Block und Ingo Czieslik für ihren besonderen Einsatz.

Insgesamt fünfmal haben wir mit dem Naturmobil Veranstaltungen besucht. Immer wieder waren wir für Groß und Klein  Anziehungspunkt und mussten Fragen über Fragen beantworten. Ich möchte Daniela Weise, Karl-Heinz Theiß, Alwin Beetz, Petra Jürgensen, Ursula Loseris, Rudi Becker und Phillip Kies für deren Einsatz herzlich danken. Als Dank für die mit viel Interesse und Spaß angenommene Tätigkeit, wurde ein toller Bericht auf deren Homepage http://www.kleingarten-lachswehr.de/sommerfest.html über den Kreisjägerschafts Einsatz verfasst.

 

 

Jungjägerzuwachs

 

Im April letzten Jahres besuchte ich den Jungjägerkurs in Lübeck und stellte das Lehrrevier mit den wesentlichen Aufgaben vor. Nach bestandener Prüfung meldeten sich die Jungjäger Onno Ritter, Oliver Klose und Lars Schult bei uns an und sind seit dem aktiv im Lehrrevier dabei. 

 

Jagdliches

 

In diesem Jagdjahr haben wir insgesamt an 152 Tagen, oftmals  mit mehr als drei Jägern, die Jagd ausgeübt. Darüber hinaus haben wir an 4 Wochenenden Ansitzdrückjagden durchgeführt. Der Abschussplan konnte dadurch erfüllt werden. Um größere Verbissschäden zu vermeiden, hatten wir dem Wunsch der Lübecker Forst nachgegeben und den Abschussplan für das Lehrrevier erheblich erhöht.

Sobald wir Frost, Schnee und eisige Kälte bekommen, zieht das Rehwild von den Nachbarrevieren in den schützenden Wald. Dort findet es reichlich Äsung und Deckung.  Dann tritt aber schon bald die Schonzeit für Rehwild in Kraft. Damit beißt sich letztendlich „die Katze in den Schwanz“ und macht es uns Moorgartenjägern trotz des erhöhten Abschussplans unmöglich, Verbiss durch Rehwild zu vermeiden.

.

Die Sauen waren über den Sommer nur vorübergehend im Lehrrevier gefährtet worden. Lediglich vereinzelte Stücke zogen durch das Revier. Die Kuhlen, Knicks und bewirtschafteten Flächen der Nachbarreviere bieten zu dieser Jahreszeit reichlich Nahrung und Deckung. Im Winter änderte sich die Situation jedoch schlagartig! Dann wechseln die Sauen gern in den Moorgartener Wald. So wurden auf den Gemeinschaftsjagden im Lehrrevier ca. 21 Schweine bestätigt. Unter ihnen eine Bache mit 10 noch gestreiften Frischlingen und eine Bache mit ca. 9 Überläufern. Zwei Überläuferbachen konnten gestreckt werden. Die Rotte hält sich weiterhin im Lehrrevier auf.

Der Moorgartenjäger Thomas Petrikat erlegte des Weiteren eine Überläuferbache, die sehr stark abgekommen war. Ein Hegeabschuss, über den wir sehr froh waren. Das Tier hatte eine so starke Gebrechverletzung, dass es über Tage keine Nahrung mehr aufnehmen konnte und regelrecht verhungert wäre. Auch Jürgen Block hatte vor der Wiesenkanzel Jagdglück und streckte noch zusätzlich einen Überläufer.

 

Mit vier von Daniela Weise erlegten Marderhunden, hat diese Raubtierart endgültig Moorgarten erreicht.

Befahrene Fuchsbauten werden immer seltener gesichtet. Ob dies im Zusammenhang mit der rasanten Vermehrung des Marderhundes zusammenhängt, kann wohl nicht ausgeschlossen werden.

 

Hasen haben sich im Sommer bis zum Spätherbst gut entwickelt. Die Anzahl ist jedoch schlagartig mit dem winterlichen Wetter zurückgegangen. Im Gegensatz zu vergangenen Jahren sieht man die Mümmelmänner an Knicks, auf den Wiesen und  im Rapsfeld.

 

Federwild hält sich hauptsächlich am Biotop und Umgebung auf. Hohes Gras, Schilf und Buschwerk bieten Fasan und Rebhuhn gute Deckung. Wir freuen uns besonders über die sehr heimlichen Schnepfen und deren konstanten Bestand im Wald.

 

Fallwild hielt sich in diesem Jagdjahr in Grenzen. Drei Rehe verendeten an der Straße.

 

 

Aktionen auf Naturschutzflächen:

 

Auf der Naturschutzfläche in Wulfsdorf haben wir ein Insektenhotel errichtet. Jürgen Block, Ingo Czieslik und Rudi Becker haben den Rohbau erstellt und vor Ort aufgestellt. Ausgerechnet an diesem Tag hat es unentwegt geregnet und es blies ein eisiger Wind. Ausweichen konnten wir nicht, da bereits der Termin für die Schulklassen feststand. Wenigstens spielte am Projekttag das Wetter mit. Gut 40 Kinder mit ihren Lehrerinnen beteiligten sich begeistert und aktiv an der Fertigstellung des Insektenhotels. Bis zum Mittag dauerte die Aktion, alle Beteiligten wurden mit Grillwurst und Brot versorgt. Herzlichen Dank an die Grillmeister Andreas Schlichting und Hans-Ulrich Röttger.

 

Auf dem Biotop im Moorgarten haben wir gegenüber dem Insektenhotel eine Blumenwiese angelegt.

  

 

Ein besonderes Dankeschön an alle aktiven Moorgartenjäger/Innen und freiwilligen Helfern  sowie den Mitgliedern der Kreisjägerschaft Lübeck für deren unermüdlichen und verlässlichen Einsatz, das Bestehen des Hege-Lehrreviers Moorgarten zu sichern. Sie kämpfen für eine einzigartige Möglichkeit für JungjägerInnen Praxiskenntnisse zu erlangen, Menschen „Groß wie Klein“ ein Stück Natur wieder näher zu bringen und letztendlich der gesamten Kreisjägerschaft Lübeck ein Revier zur Verfügung zu stellen, dass über ein tolles Team verfügt.

Das ist des Jägers

Ehrenschild,
daß er beschützt

und hegt sein Wild,
waidmännisch jagt,

wie sich’s gehört,
den Schöpfer im

Geschöpfe ehrt.